Montag, 21. April 2014

Guten Hunger

Das hat offensichtlich geschmeckt. Die Blätter vom Brokkoli und vom Kohlrabi sind Geschichte.

Was waren wir letzte Woche stolz darauf, dass nun auch auf unserem Feld etwas Grünes wächst. Am Karfreitag war davon nicht mehr viel zu sehen. Waren es die Hasen, die Kaninchen, die Rehe oder die Schnecken? Man weiß es nicht. Wir haben uns damit getröstet, dass der Brokkoli erste neue Blätter gebildet hat.





Die Kräuter die wir gepflanzt haben, haben bisher vom Feld auch nicht profitiert. Ich fürchte, die Nächte in der vergangenen Woche waren zu kalt. Teilweise gab es noch Bodenfrost. Die warmen Tage hatten uns übermütig werden lassen, wäre wohl besser gewesen, wenn wir noch zwei Wochen mit dem Pflanzen gewartet hätten. Ich hoffe, das für die kommende Woche angekündigte warme und feuchte Wetter wird der Saat und den Setzlingen guttun.

Aber es gibt auch zwei kleinen Erfolg zu vermelden.

Die Palerbsen und die Zuckererbsen sind sichtlich gewachsen. Die Wochensieger haben daher ihre Ranghilfen bekommen und können nun in geordneten Verhältnissen zum Himmel wachsen.






Erfolgreich waren wir auch mit dem Umgraben und Entfernen der Rüben aus dem Vorjahr. Das Nachbarfeld wurde noch nicht beackert, drum grünt es dort enorm. Die Rüben vom Vorjahr wachsen und gedeihen beachtlich. Wir sind ganz froh, dass unserem Feld dieser gärtnerische Erfolg erspart bleibt.




Feiert noch schön Ostern!


Kerstin, Doris und Hund Emma



Mittwoch, 16. April 2014

Die dicksten Kartoffeln

Der dümmste Bauer hat ja bekanntlich die dicksten Kartoffeln oder akademisch ausgedrückt: 

Der Umfang der subterritorialen Knollengewächse steht in reziprokem Verhältnis zum Intellekt des Agrarökonoms.

Wenn sich dieses Sprichwort bewahrheitet, dann werden wir zumindest keine kleinen Kartoffeln ernten, denn wie bereits erwähnt, ist unser Wissen über den Ackerbau sagen wir mal eher beschränkt und das gilt natürlich auch für den Kartoffelanbau. Am vergangenen Sonntag haben wir gleichwohl den Grundstein für unsere erste eigene Kartoffelernte gelegt, sprich wir haben die Setzkartoffeln gepflanzt, die dank der liebevollen Pflege von Klaus auf dessen Fensterbank recht respektable Keime gebildet haben.



Setzkaroffeln


Mit Glück können wir in dieser Saison vier Sorten Erdäpfel aus dem Boden holen:

die adlige Knolle, den Duke of York,

den beschwipsten Skandinavier, den blauen Schweden,

das bunte Fortpflanzungsorgan der Tanne, den rosa Tannenzapfen

und die gute alte Bekannte, die Linda.

Unter Klaus fachmännischer Anleitung haben wir insgesamt drei und eine halbe Reihe mit Setzkartoffeln bestückt. Immer schön im Abstand von ca. 30 cm je eine Knolle in eine nette kleine ungefähr spatentiefe Kuhle, Erde wieder drauf, Stöckchen daneben, für das Erste waren wir fertig.



rosa (noch brauner) Tannenzapfen



Das erste Grün soll sich nach zwei bis drei Wochen zeigen. Sobald die ersten Blätter und Stiele 20 cm hoch sind, müssen wir dann anhäufeln. Dazu wird die Erde zwischen den Reihen mit der Hacke oder dem Hand-Häufelpflug an die Stauden herangezogen. Anhäufeln muss man während der Wachstumsperiode alle zwei bis drei Wochen, das soll den Ertrag steigern. 

Also liebe Knollen nutzt Eure Chance und vermehrt Euch.

Da das Wetter wieder so verlockend warm war, haben wir das Feld mit weiteren Feldfrüchten bestückt. Auf den Nachbarfeldern grünt es schon gewaltig. Die Feld-Damen und Feld-Herren haben wohl fleißig vorgezogen. Unser Feld dagegen präsentierte sich noch in freundlichen Grautönen, irgendwie nicht so schön. Wir haben daher vorgezogenen Kohlrabi, Lauch und Brokkolli gekauft, die auf dem Balkon im Pappbecher vorgezogenen Kräuter, Petersilie, Melisse und Oregano auf dem Feld ausgesetzt und Steckzwiebeln in die Erde gesteckt. Nun grünt es auch bei uns.



Setzlinge

Petersilie

Brokolli (rechts) Kohlrabi (mittig) Erdbeeren (rechts)

Vorn stecken die Zwiebeln

 Lauch gibt es auch








 Das Feld nimmt langsam Gestalt an und damit ich nicht den Überblick verliere hier die Aufstellung, was sich am 12. April 2014 in bzw. auf dem Feld befand:

- Pastinaken
- Kerbel
- Zuckererbsen
- Palerbsen
- Knoblauch
- Erdbeeren
- Rote Rüben                              
- Spinat                                    
- Pflücksalat                              
- Möhren
- Fenchel
- Rosenkohl
- Kartoffeln
- Petersilie
- Melisse
- Oregano
- Brokkoli
- Kohlrabi
- Zwiebeln

Die am 30. März 2014 ausgesäten roten Rüben und Möhren keimen. Die Erbs-Keime und der Kerbel wachsen tapfer weiter. Auch Salat und Spinat keimen. Vom Fenchel und vom Rosenkohl ist noch nichts zu sehen und auch die Pastinaken zeigen sich so gar nicht. Leider war nach einer Woche auch der Pastinaken-Markier-Eisstiel verschwunden und daher sind wir nicht mehr sicher, wo wir sie ausgesät haben. Wenn sich bis Sonntag kein Pastinakenkeim zeigt, säen wir die Pastinaken noch mal nach.



Möhren

Rote Rüben

Spinat ganz klein und ganz links unten


Wie Ihr seht, haben wir die Eisstiele durch gelbe Profischilder ersetzt. Das System Eisstiel hat sich leider als für die freie Wildbahn untauglich erwiesen. Nach einigen Regenschauern war von der Beschriftung nichts mehr übrig. Schade, hübscher waren die Eisstiele. Da der Regen die Schrift von den Eisstielen abgewaschen hat, bin ich auch von der Idee abgekommen, Bilder von den Keimen auszudrucken und auf das Feld zu stellen, die Ausdrucke würden zu schnell ausgewaschen.

So viel für heute vom Feld.



Feld am 12. April 2014



Die Feldküche hat wieder geöffnet.


Schönes Frühlingswetter und der Appetit auf einen neuen Sommerdrink hat mich nach einer Alternative zum nun schon etwas in die Jahre gekommen Aperol Spritz suchen und ihn auch finden lassen. 

Wir dürfen vorstellen, der Sommerdrink des Jahres 2014



Was man braucht:  

pro Glas

200 ml gut gekühlten trockenen Weißwein
2 TL Lavendelsirup
1 Scheibe einer Biozitrone
Eiswürfel
Soda- oder Mineralwasser zum Auffüllen

Wie man es macht:

Weißwein in ein Glas füllen. 
2 TL Lavendelsirup in den Wein geben und umrühren. 
Eiswürfel dazugeben. 
Mit dem Soda- oder Mineralwasser aufgießen.

Schmeckt herrlich frisch und nach Urlaub in Südfrankreich.





Den Lavendelsirup könnt Ihr ganz leicht selber machen. Ihr bekommt nicht nur schnell und günstig einen tollen Sirup, auch Eure Wohnung wird herrlich nach Lavendel duften.



Was man braucht:

200 gr. Zucker
150 ml. Wasser
3 EL Zitronensaft
3 gehäufte EL getrocknete Lavendelblüten

Wie man es macht:

Zucker mit Wasser und Zitronensaft aufkochen und solange unter Rühren leicht kochen lassen, bis der Zucker gelöst ist. Die Lavendelblüten dazu geben, noch einmal aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und einen Tag ziehen lassen. Nach einem Tag den Sirup durch ein feines Sieb gießen, die Lavendelblüten entsorgen und den Sirup in ein sauberes gut zu verschließendes Gefäß oder eine Flasche füllen. Der Sirup hält im Kühlschrank mehrere Wochen.






Viel Spaß beim Nachkochen und


Euch allen frohe und entspannte Ostern



Der entspannte Hund Emma


Kerstin, Doris und Hund Emma

Freitag, 11. April 2014

Der Besuch der jungen Dame


Hund Emma hatte Übernachtungsbesuch. Gracy war da.


Gracy

Das erste Mal in Hund Emmas Hundeleben war sie nicht Alleinherrscherin über Küche, Sofa, Napf und ihre Menschen. Da Gracies Herrchen auf eine Auslandsreise musste und die junge Dame nicht mitnehmen konnte, zog Gracy am Donnerstag mit Körbchen und ihrem Futter ein. Hund Emma fand den Umstand, dass sie ihre Wohnung mit einem weiteren Hund teilen musste, so eingeschränkt in Ordnung.

Aber was soll man machen? Am Besten, man macht das Beste daraus. Nach diesem Motto haben die beiden Hunde dann am Sonntag in einer gemeinsamen Aktion einen Packung Knoblauchsalami von der Arbeitsplatte in der Küche auf den Boden befördert. Zunächst hatte Gracy es allein versucht, was mangels Körpergröße im Versuch stecken blieb. Aufgeben kommt für Terrier aber nicht infrage und so wurde Hund Emma von Gracy in die Küche beordert. Da Hund Emma um einiges größer ist, hatte sie die Wurstpackung ganz schnell an einer Ecke erwischt und schon lag die Wurst am Boden. Glücklicherweise - für die Menschen - und leider - für die Hunde - konnte durch die Menschen dann gerade noch verhindert werden, dass 200 gr. Knoblauchsalami schwesterlich unter zwei Hunden geteilt wurden. Leider wurde dieser Jagdausflug nicht im Bild festgehalten, da die Menschen damit beschäftigt waren, ihre Wurst zu retten.

Die Hunde haben den Verlust der Beute an die Menschen auf einem gemeinsamen Spaziergang im Jenischpark verarbeitet. Ich denke, Gracy darf mal wieder kommen.


Das Team

Auf dem Feld ist eingetreten, was ich bereits befürchtet hatte. Verwirrt standen wir bei unserem Besuch am letzten Sonntag vor den Eisstielen die die Aussaat der letzten Woche markieren und die wir noch nicht beschriftet hatten. Ist hier der Spinat? Nee, das ist der Pflücksalat! Ach nee, sind das nicht die Möhren? So wirklich wurden wir aus unseren Notizen nicht mehr schlau. Beschriftet haben wir die Eisstiele dann trotzdem und nun hoffen wir, dass wir dabei nicht so ganz falsch lagen. Ich habe mir überlegt, dass ich im Netz nach Bildern von Keimen unserer Feldfrühte suchen, diese ausdrucken und die Ausdrucke an den Eisstielen befestigen werde. So müssten wir sehen können, ob unsere Vermutungen richtig waren.

Es keimt auch ganz kräftig auf dem Feld, nur mangels irgendeiner Ahnung davon, wie die Keime unserer Feldfrüchte auszusehen haben, sind wir nicht sicher, ob da Unkraut oder Gemüse keimen. Bevor wir jetzt stolz Bilder von Unkrautkeimen posten, beschränken wir uns dann mal lieber auf  Bilder der Keime, die artig hinter den beschrifteten Eisstielen sprießen.

Hier der Beweis, der Kerbel liegt vorn, die Zuckererbsen sind deutlich zurückgefallen!!!


Kerbel


Zuckererbsen

Gesät haben wir am letzten Sonntag nicht mehr. Der Wetterbericht für diese Woche hatte kühles Wetter ankündigt. Am nächsten Samstag wollen wir aber unbedingt die Kartoffeln setzen. Die Setzkartoffeln keimen bei Klaus auf der Fensterbank und müssen langsam in den Boden. Es wird drei Sorten geben, eine davon Duke of York.


Duke of York

Langsam geht also es auf dem Feld voran. Voran kommen leider auch die Schnecken. Es ist nicht zu leugnen, der Feind ist im Anmarsch. Ich fürchte, über diese netten Tierchen werden wir in Zukunft noch berichten müssen. Bisher sehen sie nur schön aus. Bisher!!


Schnecke, noch schön anzusehen



Kerstin







Sonntag, 6. April 2014

Der erste Keim

30. März 2014, er ist zu sehen. Der erste Keim!  Die Zuckererbsen haben das Rennen gemacht. Wenn es denn die Zuckererbsen sind. Ganz sicher sind wir uns nicht, es könnte durchaus auch irgendwas vom letzten Jahr mit unbändigem Lebenswillen sein, das den Winter gemütlich in unserem Feld verbracht hat.


Der Keim

Wir werden ihn im Auge behalten.

Wir sind am vergangenen Sonntag am Abend noch zum Feld gefahren, um das gute Wetter auszunutzen. 20°C an einem 30. März. Petrus meint es gut mit uns und dem Saatgut.

Leider konnte ich dann aber den Post nicht mehr schreiben. Eine böse Erkältung hat mich erwischt und jegliche Lust zum Schreiben vertrieben. Nach einer Woche ist die Nase wieder fast frei und ich kann endlich den Post zu Ende schreiben um dann später noch aktuell davon berichten zu können, was sich seit letztem Sonntag auf dem Feld getan hat. Mein Ziel ist es, jeden Sonntag aktuell die neuste Feldpost zu posten. Um auf den aktuellen Stand zu kommen, muss ich mich ranhalten, sonst hänge ich immer eine Woche hinterher.

Also zurück zum letzten Sonntag.

Nachdem wir mit Stolz geschwellter Brust den ersten Keim wohl an die hundert Mal fotografiert hatten, haben wir weiter ausgesät, und zwar:

- Rote Rüben
- Spinat
- Pflücksalat,
- Möhren,
- Fenchel,
- Rosenkohl.

Saatgut 30.März 2014


Leider hatten wir den Stift vergessen, um die Eisstiele zu beschriften, die wir zum Markieren der Aussaatreihen verwenden. Mal schauen, ob wir heute unsere Notizen von letzter Woche noch nachvollziehen und die Eisstiele beschriften können. Da außer dem Boden wirklich noch so gar nichts auf dem Feld zu sehen ist, könnte man im Moment meinen, wir würden Eis am Stiel anbauen.


Eis am Stiel Aussaat am 30. März 2014


Auch wenn uns beim Vorbereitungstreffen gesagt wurde, wir müssten nicht gießen bzw. nur ausnahmsweise bei langer, langer Dürre, haben wir die Aussaat jeweils angegossen. Der Boden war sehr, sehr trocken und wir konnten uns nicht vorstellen, dass darin ohne zusätzliches Wasser irgendwas wächst.


Wasser marsch

Das war es dann mit der Feldarbeit am 30. März 2014. 

Zum Abschluss wollten wir noch ein Bild von uns machen, damit Ihr Euch ein eben solches von uns machen könnt. Da Selfies total im Trend sind, sollte es ein Selfie werden. Leider scheiterte der Versuch des Feld-Damen-Selfies an der gegen 20.00 Uhr dann doch nicht mehr zu leugnenden Dunkelheit. Aber wenn Ihr ganz genau hinseht, könnt Ihr uns noch erkennen. Bald werden wir ein besseres Bild posten und ich werde darüber berichten, warum der Blog HamburgerAlllerlei heißt.


 Feld-Damen

Zu guter Letzt noch dies:

die Feld-Küche ist eröffnet!