Sonntag, 23. November 2014

Advent Blogging

Ja is´ denn heut´ scho´ Weihnachten?

Nein heute nicht und morgen nicht
und übermorgen auch noch nicht.

Am nächsten Sonntag aber, da geht es ganz dolle los mit der
Vorweihnachtszeit

Am nächsten Sonntag ist 1. Advent und am 
Montag ist der 1. Dezember.

Was macht man am 1. Dezember?

Richtig, man öffnet das 1. Türchen vom Adventskalender.

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Das HamburgerAllerlei ist mit dabei und
hat gleich hinter dem 1. Türchen Allerlei aus
Hamburg für Euch versteckt. 

Schaut am 1. Dezember bei uns und vorher auf
der Advent-Blogging Facebook-Fanseite  und
unserer neuen HamburgerAllerlei Facebook-Fanseite vorbei!

Wer uns abonniert oder liked,
der kann nichts verpassen.

 Euer HamburgerAllerlei




Samstag, 22. November 2014

London Calling Teil 3 - Grünes London - London für Urban-Gardeners -

London ist - auch wenn man es kaum glauben mag - grün.

Sehr grün ist es, wenn man wie ich seit dem Beginn des Feld-Versuchs nicht anders kann, als jedem Gartencenter einen Besuch abzustatten und jedem auch noch so kleinen Hinweis auf ein Urban-Gardening Projekt nachzugehen. 

Grünes London


Der Feldversuch brachte mich so an zwei Sehnsuchtsorte. In ein wunderschönen königlichen Küchengarten und in die zauberhaften Petersham Nurseries, das Gartencenter meiner Träume.


The Kitchen Garden

Hampton Court Palace

 

 

 


Urban-Gardening royal, das ist The Kitchen Garden in den Gärten des Hampton Court Palace. 

The Kitchen Garden wurde 1689 für König William III. und Köngin Mary II. auf dem ehemaligen Tunierplatz des Hampton Court Palace angelegt. Als Königin Viktoria an die Macht kam, ließ sie alle Küchengärten zusammenlegen und verlegte sie nach Windsor Castle. Das Gelände des Kitchen Garden wurde dann für viele Jahre für den kommeziellen Gemüseanbau verpachtet, bis es in den 1930iger Jahren geschlossen und wieder als normale Gartenfläche in den Hampton Court Palace Garden integriert wurde.

The Kitchen Garden wird nun wieder zu eben einem solchen Küchengarten gemacht. Seit Anfang 2014 wird auf den nach historischen Vorlagen angelegten Beeten wieder Gemüse angebaut und jeder kann The Kitchen Garden besuchen. Er liegt im öffentlichen Teil des Hampton Court Palace Garden und auch der interessierte Hund darf an all dem schönen Gemüse und den Salaten schnuppern.




Der Kitchen Garden ist eine Pracht. Wer unser Feld gesehen hat, der weiß was ich meine. Ist uns nur mit Mühe gelungen, die Feldfrüchte irgendwie in Reih und Glied wachsen zu lassen, wächst hier alles dort wo es soll und sieht aus wie gemalt: diverse Sorten Grünkohl, prächtigster Mangold, Chillis und vieles mehr.

Immer Freitags kann man das Gemüse aus dem Garten direkt vor Ort kaufen.

Wenn Ihr Euch für urbanen Gemüseanbau interessiert und in der Gegend seid, unbedingt anschauen!
 













Noch schöner als den Kitchen Garden finde ich aber die


Petersham Nurseries

 



Kennt Ihr das? Ihr kommt an einen Ort und habt sofort das Gefühl, ja, genau das ist der Ort, an den ich immer wollte. Der Ort, von dem ich mir immer vorgestellt habe, dass es ihn vielleicht gibt, der in meinen Vorstellungen aber immer zu perfekt war um in der Realität existieren zu können.

Und doch gibt es ihn, es sind die Petersham Nurseries.

The Petersham Nurseries in Petersham/Richmond sind die zauberhafteste Kombination aus Gärtnerei, Teehaus, Restaurant und Interior-Shop, die ich bis jetzt gesehen habe. Mehrere alte Gewäschhäuser, durch die man schlendern, alles anschauen, kaufen und anschließend Tee trinken oder etwas Feines essen kann. Gärtnerei, Shops, Restaurant und Café alles ist perfekt unperfekt gestylt. Man bekommt leckeren Kuchen, guten Tee, schöne Produkte, findet eine tolle Auswahl an Pflanzen, Samen und Gartengeräten und genießt einen sehr netten Service. Sogar Hund Emma durfte mit in das Café, in London eine Seltenheit.

Die Familie Boglione zog 1997 in das Petersham House und erwarb im Jahre 2000 die benachbarten vom Verfall und von Immobilien-Spekulanten bedrohte Gärtnerei und Baumschule, Petersham Nurseries, die sie mit viel Liebe renovierten und in 2004 als Kombi aus Gärtnerei, Baumschule, Café, Restaurant und Interiors-Shop neu eröffneten.

Good Job!!!

Man kann in den Petersham Nurseries aber nicht nur toll shoppen und gut essen. Es werden dort auch verschiedene Veranstaltungen angeboten, wie Kochkurse, Lesungen, Kräuterwanderungen und vieles mehr.

Ich habe in den London Calling Posts ja nun schon oft geschrieben, dass Ihr Euch diesen oder jenen Ort unbeding anschauen müsst wenn Ihr in London seid. Die Petersham Nurseries müsst Ihr Euch aber wirklich uuuuuuuuuuuuuuuuuuunnnnnnnnnnnnnnnnnnnbedingt anschauen.

Muss ich erwähnen, dass ich natürlich unzählige Tütchen mit Samen für den Feld-Versuch 2015 gekauft habe?

Die Petersham Nurseries erreicht man gut mit der U-Bahn (District Line) oder British Rail. Man fährt bis Richmond, geht runter an die Themse und an ihr entlang Richtung Kingston upon Themse bis zur Petersham Meadow, überquert die Petersham Meadow, geht noch ein kleines Stück über einen schmalen Fußweg und biegt, wenn man den Fahrtweg erreicht, nach rechts ab. Schon sieht man den Eingang.

















Und da wir ja heute schon im Küchengarten waren, hat auch einmal wieder

die Feld-Küche geöffnet.

Heute gibt es





Was man braucht

1 kleinen Kopf Rotkohl
2 gekochte Rote Bete
1 Granatapfel
frisch gepressten Saft 1 Orange
1 Zwiebel
2 EL Balsamico-Essig
1 EL Butter
1 EL Zucker
Olivenöl
Salz
Pfeffer
frischen Ziegenkäse

Wie man es macht

Äußere Blätter vom Rotkohl entfernen. Rotkohl halbieren, harten Strunk herausschneiden, aber nur soweit, dass die Blätter noch zusammenhalten. 

Rotkohl auf einem Gemüsehobel fein reiben. Saft der Orange und den Balsamico-Essig darübergeben und für 15 Minuten ziehen lassen.

Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Rote Bete in Würfel schneiden. Butter in einer Pfanne zerlassen, Rote Bete dazugeben und kurz anbraten. Die Zwiebelringe in die Pfanne geben und weich dünsten. Zucker über die Rote Bete und die Zwiebeln geben und 5 Minuten karamellisieren. Etwas abkühlen lassen. 

Olivenöl, Salz und Pfeffer zum Rotkohl geben und abschmecken. Rote Bete und Zwiebel dazugeben und nochmals abschmecken. 

Granatapfel halbieren und zunächst die eine, dann die andere Hälfte über eine Schüssel halten und die Kerne dadurch auslösen, dass man mit einem Löffel kräftig auf die Schale des Granatapfels klopft. Achtung! Es spritzt gar wunderbar!

Granatapfelkerne und Ziegenkäse über den Rotkrautsalat geben. 

Schon fertig!






Euch allen ein schönes Wochenende !

Schaut unbedingt am Montag wieder vorbei!

Wir verkünden Neuigkeiten!




 















Montag, 17. November 2014

London Calling Teil 2 - Wildes London mit Hund -


London mit Hund ist anders, anders als dieser Post, der keinen Bezug zum Feldversuch oder zu Hamburg hat.

 London mit Hund ist grün und Wild.

Wildes London 

 

Das Wilde London haben wir dank Hund Emma kennengelernt, dem Hund der ohne Murren alles mitmacht und sich daher seine tägliche Hunde-Spaß-Zeit verdient hat.




Hund Emma mag es im Auto zu fahren und kann gemütlich auf den Rücken gedreht von Hamburg bis München schlafen, vorausgesetzt es wird ein Hörbuch abgespielt. Hund Emma hat kein Problem sich im Urlaub innerhalb von zehn Minuten an die neue Umgebung zu gewöhnen, vorausgesetzt ihr Napf steht in der Küche. Hund Emma legt sich im Restaurant 3 Stunden unter den Tisch und gibt keinen Laut von sich. Hund Emma geht mit an den Strand und döst mehrere Stunden in der Sonne. Hund Emma bewacht das Feld und fängt zum Glück nie eine der Feldmäuse. Hund Emma geht shoppen und flirtet mit jedem Verkäufer. Hund Emma geht wandern. Hund Emma geht - wenn auch nicht gern - schwimmen. Hund Emma liegt im Büro unter dem Schreibtisch und fordert erst ab 16.00 Uhr ein wenig Aufmerksamkeit. Hund Emma mag andere Hunde, Menschen, ihre Stofftiere und vor allem ihren Briefträger.

Hund Emma hat sich daher ihre tägliche Hunde-Spaß-Zeit nicht nur in Hamburg, sondern auch auf jeder Reise mehr als verdient.

Hunde-Spaß-Zeit in London?

Wirklich überhaupt kein Problem. London ist Wild (nein, das ist kein Tippfehler), denn es gibt die Royal Parks: Hyde Park, Kensington Gardens, Regent´s Park, Green Park, Grosvenor Square Garden, St. Jame´s Park, Brompton Cemetry und Viktoria Tower Gardens in der Londoner Innenstadt, Bushy Park, Richmond Park, Greenwich Park in der näheren Umgebung.

Hunde sind in fast allen Bereichen der Royal Parks erlaubt. Es herrscht offiziell in vielen Bereichen Leinenzwang. Im Oktober hat keiner kontrolliert, ob Hund Emma mit oder ohne Leine läuft. Hund Emma konnte daher oft ohne Leine laufen. Häufig war es aber sinnvoll, Hund Emma anzuleinen, zu ihrem und zum Schutz der anderen Tiere. 

Emma und ihre Menschen hatten mit und ohne Leine viel Spaß im





Wir haben zwar weder Kate noch William, dafür aber schon hier, mitten in der Stadt, viele nette Tiere getroffen, ganz künstliche und ganz natürliche.



Richtig Wild wurde es dann bei unseren Besuchen im Richmond Park und im Bushy Park.





Richmond Park ist der größte der acht Royal Parks. Er liegt in den Stadtteilen Richmond upon Thames und Kingston upon Thames im Südwesten von London. Richmond Park war das Hirschjagdgebiet von König Edward I und ist mit seinen 10 km² heute der größte ummauerte Park Europas innerhalb eines städtischen Gebiets. Große Herden von Rothirschen und Damhirschen laufen frei im Park herum und sind wie auch die anderen tierischen Bewohner des Parks alles andere als scheu.
 



Der Park ist wunderbar hügelig und bietet immer wieder tolle Ausblicke.Vom King Henry VIII's Mound erkennt man am Horizont sogar die Skyline von London. Wirklich herrlich, besonders, wenn man so ein fantastisches Wetter hat wie wir. Ende Oktober noch 20° Celsius.

 

Von der Londoner Innenstadt aus erreicht man Richmond Park bequem mit der U-Bahn (District Line) oder British Rail. Vom Bahnhof geht man entweder durch die netten Einkaufstraßen über die Straße Richmond Hill zum Eingang am Sawyer´s Hill oder entlang der Themse bis zum Beginn der Petersham Meadow und dann links hoch über die Nightingale Lane zur Straße Richmond Hill und dann zum Eingang am Sawyers Hill. Eine tolle Strecke.

Wir haben den Tag im Park genossen. Emma war in einem der Teiche schwimmen, wir haben alle die Nasen in die Sonne gehalten, Hirsche gezählt und einfach einen schönen Tag gehabt, der noch schöner werden sollte, was wir im Park aber noch nicht wussten. Dazu mehr im nächsten Post London Calling Teil 3 - London für Urban-Gardeners.

Bushy Park

 


Bushy Park, ein weiterer Royal Park, liegt ebenfalls im Südwesten von London und nur 10 Minuten Fußweg von unserer wunderbaren Ferienunterkunft entfernt. Bushy Park ist mit 4,5 km² wesentlich kleiner als der Richmond Park. Der Park grenzt unmittelbar nördlich an den Hampton Court Palace und den wunderschönen Hampton Court Palace Garden.




Es gib viele Teiche und Wasserläufe, den Longford River und natürlich Hirsche, Hirsche, Hirsche, denn auch Bushy Park war einst ein Jagdrevier, und zwar das von Heinrich dem VIII. der 1529 Hampton Court Palace von Thomas Wolsey geschenkt bekam.

Der Park wurde 1752 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, nachdem Timothy Bennet, ein Schuhmacher aus Hampton Wick, ein Durchgangsrecht erhalten hatte.

Bushy Park ist weniger spektakulär als Richmond Park, kleiner und familiärer. Zusammen mit dem Hampton Court Palace aber unbedingt sehenswert. Zu erreichen ist der Park von London aus mit der British Rail. Man fährt bis Hampton Court, steigt aus und dann ist auch schon alles ausgeschildert.

Weniger Wild, dafür aber sehr royal war es in Windsor und Eton

Windsor / Eton

 

 


Windsor ist vor allem durch Windsor Castle, eine der offiziellen  Residenzen der Königsfamilie, bekannt. Eton verbindet man mit dem Eton College. 

Hund Emma fand Windsor und insbesondere den Long Walk ganz wunderbar und wurde sofort zur Royalistin. Der Long Walk ist eine unglaublich lange von Kastanien gesäumte Allee. Sie führt von Windsor Castle bis zum Snow Hill im Windsor Great Park und ist ein Paradies für Hunde. Es gibt keine Autos dafür aber viele Hunde-Kumpels mit denen man herumtollen kann. Leinenzwang gibt es keinen, was will Hund mehr.

Geht man von den Toren der Windsor Castle aus Richtung Snow Hill, scheint der Long Walk gar kein Ende zu nehmen. Schnurgerade führt er zum Horizont an dem nichts anderes als das tiefe Grün des Windsor Great Park zu sehen ist. Blickt man auf einem Spaziergang zurück zum Schloss, greift man ständig wieder zur Kamera, weil nun der Blick auf Windsor Castle doch noch wieder viel besser ist als vor fünf Minuten.

Der Long Walk und Windsor Great Park sind bei einem Ausflug nach Windsor ein Muß, auch ohne Hund.


Nach einem ausgedehnten Spaziergang und einem Besuch von Windsor Castle (Hunde sind nicht erlaubt, wahrscheinlich sind die Corgis der Queen bissig), lohnt es sich durch Windsor und durch das auf der anderen Seite der Themse gelegene Eton zu bummeln. Windsor hat einen netten alten aber sehr kleinen Ortsteil unmittelbar neben Windsor Castle. Der modernere Teil von Windsor bietet sehr gute Einkaufsmöglichkeiten. Fast alle Shops, die es in der Londoner Innenstadt gibt, gibt es auch hier, nur ohne die Menschenmassen. Sehr angenehm. 




Eton ist im Vergleich zu Windsor klein, weniger touristisch und sehr gemütlich. In Eton findet man neben dem berühmten College, das man zurzeit leider nicht besuchen kann, viele traditionelle Geschäfte, nette Restaurants und Cafés und für Hund und Mensch Wags Pet Boutique. 



Eine Reise ins Wilde London mit Hund macht Mensch und Hund glücklich.

Hund darf in allen öffentlichen Verkehrsmitteln ohne zusätzliche Kosten mitfahren und ist in den meisten Läden und Kaufhäusern gern gesehen (Ausnahme Harrods und Fortnum and Mason: No dogs please!).

Restaurantbesuche mit Hund sind dagegen schwierig. In fast allen Restaurants sind Hunde nur auf der Terrasse erlaubt, in den Speisesaal darf Hund nicht. Wie entspannt sind dagegen die Franzosen. In Paris durfte Hund Emma in allen Restaurants unter dem Tisch Platz nehmen und bekam oft sogar ein Napf Wasser serviert. Dafür darf Hund in Paris die meisten Parks nicht betreten. Auf Nachfrage der Menschen und unter Einsatz von Hund Emmas Charme wurde aber auch in London im Einzelfall durchaus mal ein Auge zugedrückt und Hund Emma durfte mit ins Restaurant.

Kunstbegeistert sollte Hund nicht sein. Wie in Deutschland darf Hund nicht mit in die Museen.

Das war es für heute. Am Samstag folgt London Calling Teil 3 - London für Urban-Gardeners.

Bis dahin!!

Kerstin
 




















Donnerstag, 13. November 2014

London Calling Teil 1

Ich war mal wieder da!

Wo?

In London!




Gut 10 Jahre waren vergangen, seit dem ich das letzte Mal in London war und mir ist sehr deutlich vor Augen geführt geworden, wie sehr sich nicht nur die Stadt in den letzten 10 Jahren verändert hat, sondern wie sehr auch ich mich in diesen Jahren verändert habe.

Ich habe einen Hund, habe eine Saison lang den Feldversuch durchgeführt und bin, was soll man sagen, einfach mal 10 Jahre älter geworden.

London, das war vor 10 Jahren schnell ins Flugzeug, 1 Stunde Flug und dann ging es los: Shopping, Bars, Klubs und wenn noch Zeit und Lust vorhanden waren ging es ins Museum und ins Theater.
 
Dieses  Mal war vieles anders und das begann schon mit der Anreise.

Natürlich ist auch Hund Emma in das Königreich der Corgis gereist.



Hund Emma aber fliegt nicht, das liegt in der Natur des Hundes, denn der ist ja kein Vogel.

Was ich sagen will, Hund Emma geht in keine Box und - hätte man sie irgendwie dazu gebracht, doch in die Box zu gehen - würde sie ununterbrochen kläffen, bis sie wieder draußen wäre. Damit fällt eine Flugreise mit Hund Emma flach. Mal eben mit dem Flieger schwuppdiwupp über den Kanal, das ging daher nicht. Also rein in das Auto, Emma auf dem Rücksitz verstaut und einmal quer durch die Niederlande und Belgien nach Calais/Frankreich.

Dort ein Zwischenstopp mit einem tollen langen Strandspaziergang für Mensch und Hund und einer Übernachtung im Hotel mit Blick auf Nordfrankreichs größtes Einkaufszentrum.


 




 

Am nächsten Morgen brachte uns der Autozug durch den Eurotunnel mit "Le Shuttle" nach Folkestone.

Wer mit Hund nach Großbritannien will, dem kann ich diese Anreise nur empfehlen. Kein Stress für Hund und Mensch. Wuffi reist zusammen mit seinen Menschen im Auto und muss nicht allein in einer Transportbox sitzen, wie es bei den meisten Autofähren der Fall ist.

Die Einreise mit Hund nach Großbritannien ist inzwischen auch denkbar einfach.

Hund braucht einen EU-Heimtierpass, muss gechipt sein und mindestens 24 und höchstens 120 Stunden vor der Einreise muss Hund unter Aufsicht des Tierarztes entwurmt werden. Diese Behandlung muss im Heimtierpass mit Datum und Uhrzeit vom Tierarzt vermerkt werden. Ist der Hund regelmäßig geimpft, insbesondere gegen Tollwut, kann es los gehen. Hund checkt an einem besonderen Schalter vor der Auffahrt auf den Autozug ein. Dabei wird der Chip ausgelesen und der Heimtierpass kontrolliert. Ist alles okay, bekommt Mensch einen Aufkleber für die Windschutzscheibe und los geht es.



Nach nur einer Stunde Autofahrt - links fahren ging ganz gut, auch wenn quasi der erste Wagen der vor uns fuhr, ein Leichenwagen war, aber man ist ja nicht abergläubisch - waren wir dann auch schon in London angekommen.

Wir hatten uns - wieder ganz anders als sonst - bewusst eine Unterkunft außerhalb von London gesucht und mit The Village Apartement etwas ganz Besonderes gefunden.

The Village Apartement liegt in East Molesey und das wiederum liegt 25 km südwestlich der City of London, hübsch an der Themse. Haustür auf und schon steht man auf der Bridge Road, nur 20 Meter vom Thames Path entfernt und umgeben von netten Cafés, Restaurants, Delikatessenlädchen und kleinen Shops. Ein Weinladen findet sich direkt neben der Haustür. Nein Moment, stimmt nicht, direkt neben der Haustür im gleichen Hauseingang ist da ja noch der typische britische Sandwichladen und dann erst kommt der Weinladen. Ach und rechts neben der Haustür dann direkt der Inder, bei dem wir am ersten Abend lecker, lecker Take Away Köstlickeiten bestellt haben, und der hübsche Blumenladen und der und der ......Besser geht es nicht, alles was man braucht, findet man in der Bridge Road. Und nur mal so am Rande: Hund Emmas Morgengassi an der Themse mit Blick auf die Hausboote oder Hampton Court Palace, das war schon ein Knaller.





Na und dann war auch was wie immer: 10 Stunden täglich waren wir auf der Pfote und den Füßen, da kommt man schon rum in London und Umgebung.

Eigentlich wollte ich mir die typischen Sehenswürdigkeiten ja schenken, aber dann kam ich doch nicht bzw. zwangsweise daran vorbei, - Achtung jetzt kommt ein Reim - zum Beispiel am London EyeBig Ben, Westminster Abbey, Tower Bridge, Harrods, alle waren - Achtung wieder ein Reim - mit dabei.  Ja, ich verspreche, das war es dann jetzt auch mit den Reimen.








Wichtiger als diese guten alten Bekannte einmal wieder zu sehen, war mir, die auf meiner Londonkarte noch schwarzen Flecken mit Bildern zu füllen.

Ich habe vor rund 15 Jahren während des Referendariats für eine Londoner Anwaltskanzlei gearbeitet und dabei nachweislich George Clooney nicht kennengelernt. Kennengelernt habe ich damals die Londoner City mit ihren riesigen Bankentürmen und Bürokomplexen.

Mein Büro lag direkt gegenüber dem Bahnhof Liverpool Street Station. Zum Lunch gingen wir in die damals noch fast völlig unbekannten Markthallen des Spitalfields Market. Damals wirklich alles andere als Mainstream, gab es dort einfaches Essen, das man sich an einem der improvisierten Stände kaufte. In der Mitte der Halle standen Bierbänke und -tische, mitten drin ein altes Karussell und drum herum einige Stände mit Kunsthandwerk. Ich habe es geliebt! Gleich hinter dem Spitalfields Market liegt die Gegend um die Brick Lane, heute ein In-Viertel, vor 15 Jahren noch eine Ecke, in die man nicht ging. Etwas nördlich davon lag und liegt Shoreditch. Auch eine Ecke, die vor 15 Jahren noch keiner auf der Rechnung hatte, der dort nicht leben musste. Da das so war, war ich nie in der Brick Lane und natürlich auch nie in Shoreditch.

Heute geht man in die Brick Lane und man geht nach Shoreditch. Hat mich das gewurmt, dass ich da nicht gewesen war, wo da doch nun alle hin gehen und ich nur 500 Meter entfernt gearbeitet hatte. Da musste ich also hin und ich war da. Ich war enttäuscht, fand einiges gut und war zum Teil sehr angetan.

Ich war enttäuscht davon, was aus dem Spitalfields Market geworden ist: Eine hübsch aber steril sanierte Markthalle mit angeblichem Kunsthandwerk, das in den meisten Fällen keines ist, Restaurants wie man sie in ganz London findet und einigen Markenläden, die nett aufgemacht aber auch wirklich nichts Besonderes sind. Das alte Karussell und das besondere Flair sind offensichtlich lange weg.

Ich fand die Brick Lane und die Straßen darum gut: Wunderbare Street-Art und ein buntes Publikum. Für den der es mag, gibt es Vintage Kleidung in guter Qualität und es gibt alte Fabrikhallen und viele Straßen in denen man wie früher auf dem Spitalfields Market Essen aus aller Herren Länder kaufen und an langen Biertischen gleich verputzen kann.

Vor 20 Jahren hätte ich mich vor Begeisterung wie Hund Emma auf dem Rücken gewälzt.

  

 

 



Sehr angetan war ich von Shoreditch, insbesondere von den Straßen rund um die Redchurch Street. Schöne individuelle Geschäfte, schöne Restaurants und Häuser. Ein Flair, wie ich es eher aus New York kenne.





Das war wirklich schön und das ist für heute das Ende von London Calling Teil 1, in dem ich noch nicht wirklich erzählt habe, was denn so ganz anders war als beim letzten Besuch vor 10 Jahren.

Also Schluss für heute, denn die Feld-Küche wird geöffnet!

Es gibt zum Entgiften einen

Smoothie
mit grünem Kohl und
orangen Orangen



Denn eines war wie immer bei einem Besuch in London: Es gab ab 17.00 Uhr nicht nur Tee!

Was man braucht

4 Blätter Grünkohl 
2 Orangen
1 Banane
4 große Eiswürfel
200 ml sehr kaltes Wasser

Wie man es macht

Grünkohl sehr gut waschen, trocken tupfen und den harten Strunk und den mittleren Teil der Blätter entfernen. Grünkohlblätter klein schneiden. Orangen auspressen. 

Grünkohl, Orangensaft, geschälte und in Stücke geschnittene Banane mit dem Wasser und den Eiswürfeln in einem Standmixer mindestens 2 Minuten auf höchster Stufe mixen. 

Kurz stehen lassen und gut umrühren. Wenn der Smoothie nicht flüssig genug ist, mehr Wasser dazugeben und nochmals mixen. 

Gut gekühlt sofort servieren. 







Cheers!!!