Montag, 30. März 2015

So schnell vorbei

So schnell ging es vorbei. Das erste Jahr mit dem HamburgerAllerlei.

Vor einem Jahr haben wir das HamburgerAllerlei aus der Taufe gehoben, mit ganz viel Enthusiasmus und keinerlei Erfahrung, weder im Gärtnern, noch beim Schreiben eines Blogs, dafür mit viel Unterstützung vom besten Hund der Welt, Hund Emma. 

Vor einem Jahr, am 30. März 2014, haben wir unseren ersten Post veröffentlicht.

Geschrieben auf einem alten Laptop, der die Bezeichnung nicht mehr verdiente, mit Bildern, aufgenommen mit einer Kamera die genau drei Funktionen hatte: auslösen, Blitz an, Blitz aus.

Und heute, ein Jahr später?

Ist Hund Emma immer noch der beste Hund der Welt,


sind die Feld-Damen wieder hoch motiviert,

habe ich einen neuen Laptop und eine Spiegelreflexkamera, bin darüber sehr froh

und traue mich sogar an den HTML-Code des Blogs.

Nur ein Feld, das haben wir heute noch nicht.

Da das Feld 2015 erst am kommenden Wochenende seine Pforten öffnet, und wir euch nicht mit einem Bilderrückblick auf das Feld-Jahr 2014 langweilen wollen, nehmen wir euch mit auf den Regen-Geburtstags-Spaziergang des HamburgerAllerlei durch Altona und Ottensen geführt von Hund Emma, denn das hier ist ihr Kiez!

Wir spazieren durch historisches Gelände, besuchen vier Denkmäler - an denen Hund Emma gern "postet" - und schauen bei dänischen Königen vorbei.

Auf geht es, immer Hund Emma nach, die kennt sich hier aus!

 

Bevor es am ersten Denkmal so richtig historisch wird, führt uns Hund Emma durch den Fischers-Park, die Elbtreppe mit Blick auf die dicken Pötte hinunter, biegt scharf nach links ab und schon sind wir im Donnerspark und damit auf auch nicht gerade wenig historischem Boden.



Im Jahr 1793 erwarben drei Freunde, Georg Heinrich Sieveking, Conrad Johann Matthiessen und Piter Poel gemeinsamen einen Landsitz in Neumühlen, den sie flink umgestalteten. Schon nach zwei Jahren konnten die drei von einem sogenannten Bergboskett, einer Tannenpflanzung auf einer geebneten Bergkuppe, den Blick auf die Elbe genießen. 

Zwei der Freunde verloren dann aber offensichtlich recht schnell das Interesse an diesem Urban-Garden. Bald war Sieveking alleiniger Grundherr und entwickelte den Landsitz zu einem der wichtigsten geistig-künstlerischen Zentren im Hamburger Raum. Die gärtnerische Gestaltung der Anlage wurde dem damals noch wenig bekannten französischen Architekten Joseph Ramée übertragen.

1820 erwarb der Bankier und spätere Konferenzrat Conrad Hinrich Donner den Besitz. Ein schnöder Landsitz war dem Bankier nicht genug. Donner ließ von 1856 bis 1858 vom Berliner Architekten Johann Heinrich Strack das sogenannte „Donnerschloss“ erbauen. Den alten Mühlenteich verschönerte er mit einer kleinen Insel und der so herausgeputzte Teich diente fortan als Spiegelweiher zur Inszenierung des Schlosses.

Lizenz

1911 wurde der etwa 54.000 m² große Park von der Stadt Altona angekauft und in der Folge zum öffentlichen Park.1914 fand eine große Gartenbauausstellung im Donnerspark statt, die den Park grundlegend veränderte und nach deren Ende der Park durch Ferdinand Tutenberg neu gestaltet wurde.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden das Schloss sowie ein 1834 von Gottfried Semper errichteter Museumspavillon von Bomben getroffen und zerstört. Meine Mutter lebte mit ihren Eltern und Geschwistern zu dieser Zeit direkt im Park, in den Elbtreppenhäusern. Schloss und Mühlenteich - soll eine super Schlittschuhbahn gewesen sein - hat sie noch gekannt und viel davon erzählt. Ich werde mal in den alten Fotoalben der Familie blättern und ein paar Fotos vom Park für euch raussuchen.


1952 wurde die Ruine des Schlosses abgerissen und der Teich wurde verfüllt. So entstand eine weite Rasenfläche, die heute noch besteht - Hund Emmas Bällchenwiese - und auch die übrige Parkgestaltung aus den 1950er Jahren existiert heute noch nahezu unverändert. Verändert hat sich dagegen der Blick auf die Elbe. Man schaut von Emmas Bällchenwiese seit einigen Jahren nicht nur auf die Elbe, sondern auch auf die neue Hafenrandbebauung und die Containerterminals auf der anderen Seite der Elbe.


Nettes Plätzchen, auch ohne Schloss.

Nun aber auf zum ersten richtigen Denkmal, Hund Emma ist schon unterwegs, den Elbhang hoch zum Chemnitz-Bellmann-Denkmal am Schopenhauerweg.


Dieser recht merkwürdige Mix aus Brunnen und Denkmal steht hier zu Ehren von Matthäus Friedrich Chemnitz und Carl Gottlieb Bellmann. Diese beiden Herren haben 1844 das Lied „Schleswig-Holstein meerumschlungen“ komponiert, die Landeshymne Schleswig Holsteins. Das Lied beschwört die Untrennbarkeit von Schleswig und Holstein. Dänemark wollte Schleswig von Holstein trennen und in den dänischen Staat integrieren. Diese drohende Spaltung führte zum Schleswig-Holstein-Krieg. Nun fragt man sich, was das denn nun bitteschön mit Altona und Ottensen zu tun hat.

Sehr viel! Seit dem Tod des letzten Schauenburger Grafen stand die Grafschaft Holstein-Pinneberg, zu der auch Altona und Ottensen gehörten, unter dänischer Verwaltung. Die Dänen bauten Altonas wirtschaftliche Stellung aus, um Hamburg Konkurrenz zu machen. In 1803 war Altona mit 24.000 Einwohnern sogar die zweitgrößte Stadt Dänemarks - hinter Kopenhagen. Nach dem deutsch-dänischen Krieg 1864 und dem preußisch-österreichischem Krieg endet die dänische Herrschaft über Altona und Ottensen. Die Herzogtümer Schleswig und Holstein wurden dem Königreich Preußen einverleibt und Altona verlor viele Privilegien. So konnten beispielweise Waren nicht mehr zollfrei nach Dänemark exportiert werden. Zahlreiche Firmen siedelten daraufhin nach Ottensen um, da von hier aus weiterhin eine zollfreie Ausfuhr möglich war.


Ein interessanter Ort, mit einem nicht wirklich schönen Denkmal. Viel schöner ist der nächste Ort, an den uns Hund Emma führt, die Christianskirche.

Aber apropos Dänemark, lasst uns vorher noch mal kurz um die Ecke in die Elbchaussee Nr. 29 schauen. Dort steht das ehemalige dänische Zollhaus an dem - na bitte - auch heute die dänische Fahne weht! Hier oder besser gesagt gegenüber, entlang des Kirchenzauns der Christianskirche, verlief die Zollgrenze zu Dänemark.


Also auf nach Dänemark, schnell rüber über die Elbchausse, zur Christianskirche.


Die Christianskirche wurde 1738 errichtet. Namensgeber war König Christian VI. von Dänemark. Ich mag die Kirche und den alten verwunschenen Friedhof sehr. Mitten in der Stadt und gleich neben der stark befahrenen Elbchaussee spaziert man unter großen Bäumen über den verwunschenen Friedhof und kann die alten Gräber mit den schiefen Grabsteinen bewundern. Hier liegen auch die Gräber des Aufklärers und Dichters Friedrich-Gottlieb Klopstock und seiner beiden Frauen Meta und Johanna.



Wenn man Glück hat, hört man das Glockenspiel der Christianskirche. Die Christianskirche hat 42 Bronzeglocken. Gegossen wurden die Glocken 1936 und zum 200-jährigen Bestehen der Christiankirche 1938 wurden sie offiziell in Betrieb genommen. Diese Glocken bilden damit das älteste Carillon (ein von Hand gespieltes Glockenspiel) Deutschlands, und es ist fast ein Wunder, dass es diese Glocken noch gibt. Im Zweiten Weltkrieg wurden viele Glockenspiele als letzte Metallreserve eingeschmolzen. Dieses Schicksal drohte auch den Glocken der Christianskirche. In 1943 wurden sie ausgebaut und auf den sogenannten Glockenfriedhof in den Hamburger Hafen gebracht. Dort lagen die Glocken bis zum Kriegsende und wurden vom amerikanischen Major Percival Price entdeckt. Price hatte 1939 selbst auf dem Carillon der Christuskirche gespielt. Er vermittelte zwischen den britischen Militärinstanzen und den deutschen Behörden. 1947 bekam die Christianskirche die beschlagnahmten Glocken zurück.



An jedem 1. Samstag im Monat wird das Carillon zwischen 15.30 Uhr und 16.00 Uhr gespielt. Wir hatten am Sonntag ganz großes Glück und haben die Glocken anlässlich einer Probe gehört. Toll!

Wunderschön ist auch der Taufengel, der über dem Taufbecken schwebt. Ein Besuch der Christianskirche lohnt sich.

Hund Emma will weiter, einmal quer durch den Park zum Altonaer Rathaus.   




Das Altonaer Rathaus war ursprünglich einmal der Bahnhof der Altona-Kieler Eisenbahn-Gesellschaft. Als Bahnhof wurde es 1844 eingeweiht. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts reichte die Kapazität dieses Bahnhofs nicht mehr aus, und einige hundert Meter nördlich, ungefähr an der Stelle des heutigen, furchtbar hässlichen Bahnhofs, wurde der Altonaer Hauptbahnhof errichtet. Der nun  funktionslose Bau am Platz der Republik wurde daraufhin zum Rathaus umgebaut und beherrbergt noch heute das Bezirksamt Altona.

Besonders das Altonaer Wappen im Giebel des Rathauses gefällt mir.

Am 23. August 1664 erhob Friedrich III. von Dänemark Altona zur Stadt und verlieh ihr ein Wappen. Es zeigt ein Stadttor am Wasser mit offenem Tor. Es soll eine weltoffene Stadt an der Elbe symbolisieren. Schön!


Hund Emma hat genug vom Kaninchenjagen auf dem Vorplatz des Rathauses und möchte weiter. Also hinterher, vorbei am Altonaer Theater und dem Altonaer Museum zum Stuhlmann-Brunnen.




Der Gründer der Altonaer Gas- und Wasserwerke, Ludwig Günther Stuhlmann, vermachte der Stadt Altona in seinem Testament Geld. Mit dem Geld sollte u. a. eine repräsentative Brunnenanlage errichtet werden. Sein Wunsch wurde erfüllt. 1900 wurde der Stuhlmann-Brunnen, dessen Figuren der Berliner Bildhauer Türpe entworfen hat, eingeweiht. Der Brunnen ist wirklich sehr mächtig. Er zeigt zwei kämpfende Zentauren, die die konkurrierenden Hafen- und Fischereistädte Hamburg und Altona symbolisieren. Als in den 1970 Jahren der schöne alte Altonaer Bahnhof abgerissen und der scheußliche Neubau errichtet wurde, verschwand der Brunnen für viele Jahre in Senke vor dem Eingang zur Zwischenebene des Bahnhofs. Leider verschwand nicht der ganze Bahnhof Altona nach dem Stuttgarter Modell im Boden!  Seit 2000 steht der restaurierte Brunnen wieder auf dem Platz der Republik in einer Parkanlage zwischen Bahnhof und Rathaus. Schon als Kind haben mich die Figuren auf dem Brunnen fasziniert und daran hat sich bis heute nichts geändert. Ein wirklich beeindruckender Brunnen. Hund Emma meint, es sei wohl auch ein Pool für Hunde. Die Diskussion wird im Sommer noch zu führen sein. 

 


Hund Emma weist nun darauf hin, dass der Stadtrundgang beendet sei, und empfiehlt einen Abstecher ins Mercado zwecks Erwerb der Zutaten für das HamburgerAllerlei-Geburtstags-Dinner aus der Feld-Küche.

Recht hat sie! Öffnet die Feld-Küche, lasst uns den


zubereiten.

Wir backen Burger Buns, machen Ketchup selber, braten Zwiebeln und Burger, dann wird alles zusammengesetzt.

Burger Buns
Was man braucht

200 ml warmes Wasser + 2 EL
4 EL + 2 EL Milch
1 Würfel frische Hefe
35 gr Zucker
8 gr Salz
80 gr weiche Butter
500 gr Mehl Typ 550 
2 Eier

Wie man es macht

Warmes Wasser und 4 EL Milch in eine Schüssel geben. Mit dem Zucker und der zerbröselten Hefe gut vermischen. 5 Minuten stehen lassen, bis die Mischung Blasen wirft.


Mehl, 1 Ei, Butter und Salz zu der Hefemischung geben und mit dem Handrührgerät oder in einer Küchenmaschine auf höchster Stufe 10 Minute zu einem glatten Teig verarbeiten.

Den Teig abgedeckt 1Stunde gehen lassen, bis er sehr gut aufgegangen ist.



Teig noch einmal durchkneten und daraus 10 Brötchen formen. Die Teiglinge auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und noch einmal 1 Stunde aufgehen lassen.



Das zweite Ei mit 2 EL Wasser und 2 EL Milch verrühren und damit die Teiglinge bestreichen. Sesam aufstreuen und im auf 200 °C vorgeheizten Ofen (Ober-/Unterhitze) für ca 15. Minuten goldbraun backen.

Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

 

Ketchup

Was man braucht

3 kg Tomaten
2 Chilischoten
1 Stück Ingwerknolle
250 gr Zucker
300 ml Weißweinessig
½ TL Edelsüß-Paprikapulver
½ TL Nelken (gemahlen)
¼ TL Koriander (gemahlen)
½ TL Currypulver
½ EL Meersalz

Wie man es macht

Tomaten abspülen, Stängelansatz mit einem spitzen Messer herausschneiden, Tomaten würfeln und in einen großen Topf geben. Chilischoten abspülen, entkernen und fein hacken.Ingwer schälen und klein schneiden



Chili und Ingwer zu den Tomaten geben und aufkochen.Bei kleiner Hitze etwa 30 Minuten kochen lassen, dabei umrühren, damit nichts anbrennt.



Den Tomatenbrei sorgfältig durch ein Sieb streichen. Das Püree in einen Topf geben. Zucker, Essig und Gewürze dazugeben und gut verrühren. Ohne Deckel etwa 45 Minuten dicklich einkochen lassen. Das heiße Püree in Flaschen oder Gläser mit Schraubverschluss geben und sofort fest verschließen.



Gebratene Zwiebeln

Was man braucht

2 rote Zwiebeln
1 TL Puderzucker
1 TL Butter
Salz

Wie man es macht

Zwiebeln in feine Ringe schneiden. Butter in der Pfanne schmelzen lassen, Zwiebelringe hinein geben mit dem Puderzucker bestreuen und bei geringer Hitze weich dünsten. Temperatur erhöhen und noch einmal kräftig braten, bis die Zwiebeln schön dunkel geworden sind, dann salzen. 


Burger

Was man braucht

200 gr. Beefsteak pro Person
Salz
Pfeffer

Wie man es macht

Beefsteak in Würfel schneiden, salzen und pfeffern. Fleisch durch die mittlere Scheibe des Fleischwolfs drehen, und zwar direkt auf ein Stück Frischhaltefolie. Fleisch zu einer Rolle formen und fest in der Folie einrollen. 

Für eine Stunde in den Kühlschrank legen. Fleischrolle in gleichmäßige Scheiben zu je 200 gr. aufschneiden. Scheiben flach drücken und die Burger in der sehr heißen Grillpfanne ca. 3 Minuten pro Seite braten. 


 Fertigstellen

Was man sonst noch braucht

Mayonnaise
Gewürzgurke in Scheiben geschnitten
Pflücksalat 1 Hand voll pro Burger

Wie man es macht

Brötchen aufschneiden mit der Schnittseite in die Pfanne geben, in der die Burger gebraten wurden und kurz rösten. 

Beide Brötchenhälften mit Mayonnaise bestreichen. Auf eine Brötchenhälfte Salat auflegen und mit 1 TL Ketchup beträufeln. Burger auflegen und mit Zwiebeln, Gewürzgurkenscheiben und einem weiteren TL Ketchup verzieren. Zweite Brötchenhälfte anlegen.


In beide Hände nehmen und genussvoll hineinbeißen. 

Auf ein weiteres Jahr mit dem HamburgerAllerlei!



Freitag, 20. März 2015

Willkommen im Frühling

Geschafft!

Der Winter ist vorbei!!

Kinder, es ist Frühling!!

Ist das nicht schön? 

Zur Feier des Tages will, kann und werde ich daher unsere ersten Bilder vom Feld-Versuch 2015 mit euch teilen.

Vor zwei Wochen haben wir ausgesät. Die Samentütchen von Tomate, Brokkoli, Mais und Aubergine mussten ihren Inhalt hergeben und er wurde in Anzuchttöpfchen verfrachtet.


Die Feld-Küche macht seit dieser Zeit ihrem Namen alle Ehre und ist in ihrer Funktionstüchtigkeit doch ein wenig eingeschränkt. Aber der fleißige Saisongärtner nimmt das alles ohne Murren hin und stellt die Kästen mit der Anzucht fröhlich auch im Rest der Wohnung auf.



Und was soll ich sagen. Pünktlich zum Frühlingsanfang sprießt und keimt es fröhlich im ganzen Haus! Tomaten, Mais und Brokkoli strecken ihre Keime in Richtung Sonne das es eine Freunde ist. Wenn nun hoffentlich auch bald das Feld seine Pforten öffnet, kann der Feld-Versuch 2015 so richtig starten.

Wir sind bereit!




Hund Emma ist auch bereit.

Als Material-Testerin hat sie sich schon sehr verdient gemacht und wartet nun auf ihren Feld-Einsatz. Wühlmäuse zieht euch warm an, der Anzuchttopf ist Geschichte!



Da die Feld-Küche ja nun leider nicht ganz kochtauglich ist, öffnet sie heute nur kurz.

Hier das im letzten Post versprochene Rezept für eine

Foccacia



Was man braucht

25g frische Hefe
300ml lauwarmes Wasser
50ml Olivenöl
2 El Honig
1 El grobes Meersalz
420-480g Weizenmehl
Olivenöl und Meersalz für das Blech.

Wie man es macht

Die Hefe in eine Rührschüssel bröckeln und mit Wasser, Olivenöl, Honig und Meersalz verrühren. Mehl darunterarbeiten und etwa 5 Minuten weiterkneten. Den Teig bedeckt etwa 45 Minuten auf das Doppelte aufgehen lassen. Den Teig vierteln, nochmals durchkneten und zu vier Kugeln formen. 
Diese mit den Händen auf etwa 1,5 cm Dicke flach drücken.Ein Blech mit Öl bestreichen und mit etwas Meersalz bestreuen. Den Teig daraufgeben und mit einem Küchentuch bedeckt nochmals etwas 30 Minuten gehen lassen.
In der Zwischenzeit den Backofen auf 225 Grad vorheizen.

Die Teigoberfläche gleichmäßig mit den Fingerkuppen eindrücken, den Teig mit reichlich Öl beträufeln und mit Meersalz bestreuen. Nach Wahl belegen und ca. 10 Minuten backen.

Passt sehr gut zu unserem Frühlingsgericht, Hühnertopf mit Tomaten, den heute die Mädels aus der Kombüse von Norden Ahoi vorstellen. 

Feiert den Frühling!

Sonntag, 8. März 2015

Sonne, Sonntag, Kraut und Sand


Abgesehen davon, dass heute Weltfrauentag ist, meine Tante Anne Geburtstag hat, ich an einem Sonntag um 6.30 Uhr aufgewacht bin und hellwach war - was unter der Woche nie passiert - sagen alle Wetter-Apps für heute den ersten richtigen Frühlingstag voraus.

Sonne, erste Frühlingswärme, ein freier Tag, da gibt es nur eins, raus ins Freie!!

Das HamburgerAllerlei gibt daher einen Tip. Wer sich nicht mit gefühlten 2 Millionen anderen Ausflüglern am Elbstrand zwischen Övelgönne und Teufelsbrück entlangschieben will, dem empfehlen wir einen Ausflug auf die Elbinsel Krautsand.

Krautsand ist 65 km von Hamburg entfernt, und man erreicht die Insel über die A 23, auf der man Richtung Norden bis zur Ausfahrt Glückstadt/Elbfähre fährt, dort abfährt, dann der Ausschilderung bis zur Fähre Glückstadt/Wischhafen folgt und mit der Fähre übersetzt. Ab Wischhafen orientiert man sich an der Ausschilderung "Ferieninsel Krautsand". Die Fahrt dauert ca 1,30 bis 2 Stunden, je nachdem, wie lange man auf die Fähre warten muss.




Typisch für Krautsand sind die Häuser auf Wurten, die Reetdachhäuser, die Obsthöfe, die Viehweiden, die Häfen und vor allen Dingen der Sandstrand. Der Strand und die anschließenden Wattflächen sind zusammen ca. 7 km lang, und jetzt im Frühjahr ein Traum für Mensch und Hund. Hund kann am Strand entlang flitzen und zwischen Deich und Strand, zwischen Bäumen und Weiden nach Herzenslust schnüffeln und stöbern.




Wir haben auf dem Parkplatz an der Kirche geparkt, sind zum Fähranleger spaziert und elbaufwärts bis zum Ende des Strands marschiert. Außer ein paar anderen Hundebesitzern war trotz schönstem Sonnenschein keiner unterwegs, und da die Fahrrinne dicht am Strand entlang führt, wird es auch fürs Auge nicht langweilig. Immer wieder fahren die dicken Pötte vorbei, die vom Hamburger Hafen aus Richtung Nordsee schwimmen.





Nach einer guten halben Stunde endet der Strand, und man sieht, warum Krautsand eine Insel ist. Elbarme schlängeln sich um den krautigen Sand und der geneigte Wanderer muss hoch auf den Deich.




So haben wir es dann auch gemacht, nicht jedoch, bevor Hund Emma noch der ultimative Nachweis gelang, dass Sprichwörter wahr sind. Emma bewies, die Wahrheit des Sprichworts,

"Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah!"

Vielleicht erinnert ihr euch noch an Emmas Ich-liebe-alles-was-Augen-hat-und-wälze-mich-darin-Aktion im vergangenen Sommer in Südfrankreich. Hund Emma nahm in Hyeres näheren Kontakt mit einem Haufen vergammelter Sardinen auf und musste in einem Brunnen mitten auf einer stark befahrenen Kreuzung gewaschen werden.

Nun ist bewiesen, im Norden liegen die Fische auf Wiesen, haben auch Augen und man kann sich prima ´drin wälzen.

Also, warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah,
es liegt auf einer Wiese an der Elbe!




Einen Brunnen gab es auf Krautsand leider nicht! Hund Emma durfte daher frisch parfümiert über den Deich zurück zum Auto laufen und nach einem Picknick im Auto ging es zurück in die große Stadt.

Ein schöner Tag für Mensch und Hund.




Da Bewegung an frischer Luft ja bekanntlich Hunger macht, mussten wir trotz des Picknicks die Feldküche öffnen.

Passend zum Frühjahr gibt es ein buntes Frühlingsgericht,

Hühnchen-Topf
mit Tomaten und Basilikum


Was man braucht


Für 4 Personen

1 Brathuhn ca. 1,3 kg
20 Cherry-Tomaten
1 Fenchel
6 schwarze Oliven ohne Stein
1/4 l Weißwein
4 Zweige Thymian
Basilikum
Koblauch
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Zucker

Wie man es macht

Huhn vom Schlachter in mehrere Stücke zerlegen lassen.

Fenchel putzen, den harten Strunk herausschneiden und den Fenchel längs in dünne Streifen schneiden. Die Tomaten anritzen. Wasser aufkochen und über die Tomaten geben. Kurz warten, dann die Tomaten häuten. Oliven und Basilikum in feine Streifen schneiden, Thymianblättchen von den Stengeln zupfen. Knoblauch fein hacken.

In einem Schmortopf 1 EL Olivenöl erhitzen. Die Hühnerteile salzen und pfeffern, im Öl rundherum hellbraun anbraten. Fenchel, Knoblauch, Thymian und Oliven zum Hähnchen geben, kurz anbraten und alles mit dem Wein aufgießen. Etwas Zucker unterrühren, den Deckel auf den Topf legen und für 20-25 Minuten auf kleiner Flamme schmoren, bis die Hähnchenteile gar sind. Tomaten und Basilikum dazugeben, für 2 Minuten schmoren lassen. Dann den Herd ausstellen, und den Hühnchentopf noch für 5 Minuten auf der Flamme ziehen lassen.



Zu dem Gericht passt eine Foccacia, mit der man die köstliche Sauce aufdippen kann.

Focaccia kommt auch bei Hund Emma sehr gut an. Das Rezept für die Foccacia verrate ich nächste Woche. Jetzt will ich raus auf den Balkon und pflanzen.



Einen tollen Frühlingstag!