Montag, 20. Juli 2015

Blick durch´s Schlüsselloch

Der Wohsinn möchte durch das Schlüsselloch luken und mit der Blogparade durch meine Wohnung ziehen! Na dann macht das mal und wenn noch jemand da draußem Lust hat, einen Blick auf mein Lieblings-Deko-Einrichtungs-Stück zu werfen, dann schaut euch gerne um.

Ich wollte ihn immer haben, den langen Esstisch aus Holz. Mit ganz viel Platz für ganz viele, ganz liebe Gäste, mit noch mehr Platz für ganz viel gutes Essen und für guten Wein, für Spaß, schöne Tage und lange Abende. Ich wollte den perfekten Platz zum Schreiben und zum Lernen, zum Lachen, sich freuen und auch mal ärgern, einen Platz zum Leben eben.


Lange habe ich nach ihm gesucht und ihn nicht gefunden. Entweder war er zu groß oder zu klein, zu modern oder zu kitschig, zu lang, zu breit, zu kurz, zu rund. Es gab ihn einfach nicht, meinen Tisch. Und dann kam es wie es so oft kommt. Ich hatte mich gerade damit abgefunden, mein Leben auch für die nächsten Jahre mit dem alten Tisch aus meiner ersten eigenen Wohnung zu verbringen, da stand er da, mein Tisch. Aus Holz, nicht zu lang, nicht zu breit, nicht zu modern, nicht auf antik getrimmt, einfach so wie ich ihn wollte. Drei lange Monate musste ich dann noch auf ihn warten. Seinen Bruder, das Ausstellungsstück, durfte ich leider nicht mitnehmen, sondern war dazu verbannt, geduldig die Tage zu zählen, während mein Tisch für mich gebaut und endlich geliefert wurde. Um so größer war die Freude, als er am Tag vor meinem Geburtstag aufgebaut wurde.

Seit jenem kalten Januartag gehen - oder für ihn wohl eher "stehen" - wir gemeinsam durch das Leben. Ich habe ein paar Falten mehr, er ein paar Rotweinränder. Er hat mit uns gefeiert und dabei mit uns festgestellt, dass die Sommernächte im Norden echt kurz sind und nach nur ein paar Gläsern Wein die Sonne schon wieder aufgeht. Er hat anlässlich der einen oder anderen Fortbildung seiner Mitbewohner geduldig schwere Bücher auf sich ertragen, der Nähmaschine standgehalten, das Buffet mancher Party getragen und er murrt nie, wenn ich morgens an ihm die Zeitung lese und dabei meine Füße auf ihn lege.


Er ist ein guter Tisch!

Und weil er ein so guter Tisch ist, darf er mit auf die Fotos. Auf die Fotos, mit denen ich euch die Feld-Früchte des Tages präsentiere. Dank des Regens - der auch heute nur darauf gewartet hat, dass die Feld-Damen aufs Feld gehen, um dann ganz herrlich und beständig vom Himmel zu fallen - gibt es keine aktuellen Bilder vom Feld. Zu nass für die Kamera, zu naß für die Kamerafrau und viel zu nass für Hund Emma.


Aber nichtsdesdotrotz! We proudly present:

Karotten in drei Farben,


 Spinat, rote Bete, Erbsen, dicke Bohnen,
 

die ersten Kartoffeln,


 Salat, Mangold, Zwiebeln, Sprossenbrokkoli.

 
  
Es ist ein gutes Feld!

Daher schnell in die Feld-Küche. Es gibt

 Was man braucht

200 gr altbackenes Weißbrot
200 ml lauwarme Milch

750 gr frischer Blattspinat
oder
1 kg Mangold

1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
100 gr Butter für die Mangoldknödel 120 gr. Butter
50 gr Ricotta
50 gr frisch geriebener Bergkäse
2 Eier
150 gr Mehl
Salz, Pfeffer, Muskat
1 TL Zucker für die Mangoldknödel
50 gr Parmesan am Stück

Wie man es macht 

Spinatknödel

Das Weißbrot in Würfel schneiden, in eine Schüssel geben und mit lauwarmer Milch übergießen. Ziehen lassen, bis alles andere fertig ist.


Den Spinat gründlich waschen, ggf. die groben Stiele entfernen, trockenschleudern und grob hacken.

Zwiebel und Knoblauchzehen sehr fein hacken.

Von der Butter 1-2 EL in einer Pfanne erhitzen und darin Zwiebel, Knoblauch und den Spinat unter Rühren andünsten, bis der Spinat in sich zusammen gefallen ist. Sollte sich dabei zu viel Flüssigkeit bilden, die Hitze kurz etwas höher schalten.

Den Spinat abkühlen lassen und im Mixer kurz pürieren. Spinat zu der Brot-Milch-Mischung geben.

Eier, Ricotta, geriebenen Bergkäse und Mehl hinzufügen. Mit den Händen kneten, bis eine möglichst homogene Masse entsteht. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und den Knödelteig etwa 30 Minuten ruhen lassen.


Anschließend mit feuchten Händen Knödel formen und diese in einem großen Topf mit siedendem Salzwasser etwa 5 Minuten gar ziehen lassen. Das Wasser darf nicht kochen, sonst zerfallen die Knödel!

Wenn die Knödel an der Oberfläche schwimmen, mit einer Schaumkelle herausnehmen. Auf Tellern anrichten und mit der übrigen geschmolzenen Butter beträufeln, sowie mit grob geraspeltem Parmesan bestreuen.

Mangoldknödel 

Das Weißbrot in Würfel schneiden, in eine Schüssel geben und mit lauwarmer Milch übergießen. Ziehen lassen, bis alles andere fertig ist.

Den Mangold gründlich waschen. Die Stiele entfernen. Stiele in Streifen schneiden. Mangoldblätter trockenschleudern und grob hacken.

Zwiebel und Knoblauchzehen sehr fein hacken.

Von der Butter 1-2 EL in einer Pfanne erhitzen und darin die in Streifen geschnittenen Stiele 5 Minuten dünsten. Die Stiele sollen noch Biss haben. Vom Herd nehmen und in eine Schüssel geben.

Danach Zwiebel, Knoblauch und die Mangoldblätter unter Rühren in 1-2 EL Butter andünsten, bis der Mangold in sich zusammen gefallen ist. Den Zucker hinzugeben. Sollte sich dabei zu viel Flüssigkeit bilden, die Hitze kurz etwas höher schalten.

Den Mangold abkühlen lassen und im Mixer kurz pürieren. Mangold zu der Brot-Milch-Mischung geben.

Eier, Ricotta, geriebenen Bergkäse und Mehl hinzufügen. Mit den Händen kneten, bis eine möglichst homogene Masse entsteht. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und den Knödelteig etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Anschließend mit feuchten Händen Knödel formen und diese in einem großen Topf mit siedendem Salzwasser etwa 5 Minuten gar ziehen lassen. Das Wasser darf nicht kochen, sonst zerfallen die Knödel!



Wenn die Knödel an der Oberfläche schwimmen, mit einer Schaumkelle herausnehmen. Die Mangoldstiele noch einmal erhitzen, salzen und pfeffern. Mangoldstiele und die Knödel auf Tellern anrichten und mit der übrigen geschmolzenen Butter beträufeln und mit grob geraspeltem Parmesan bestreuen.


Lasst es euch schmecken.