Sonntag, 17. Januar 2016

Willkommen 2016

Willkommen im neuen Jahr, willkommen in 2016!


So langsam komme ich in diesem neuen Jahr an. Ich datiere Schreiben nicht mehr ständig auf den Januar 2015 und gewöhne mich daran, dass der Kalender und das neue Jahr weitere elf Monate und vierzehn Tage für uns alle breithalten. Im neuen Jahr anzukommen ist für mich auch in diesem Jahr wieder nicht so leicht. Was wird das Jahr bringen? Wird es gut oder schlecht, spannend oder langweilig? Bleiben Familie und Freunde gesund? Werden wir genügend Anlässe finden, um guten Wein zu trinken und Spaß zu haben? Werden die Champagner-Vorräte reichen? Wie in jedem Jahr stelle ich mir diese - zum Teil nicht ganz ernst gemeinten - Fragen auch im Januar 2016. Aber auch wenn der Schneeregen einem waagerecht um die Ohren fegt, Öhrchen hängen lassen ist keine Option. Daher gilt auch dieses Jahr wieder: Ohren aufstellen, Krone zurechtrücken, auf geht´s. Liebes neues Jahr, wir kommen.

Und was hilft ganz wunderbar gegen den Neues-Jahr-Winter-Blues? Es helfen ein Winterspaziergang mit dem besten Hund der Welt und wunderbar weiche, süße und unwiderstehliche Puddingschnecken.


Auf Nachfrage teilte Hund Emma heute Morgen mit, sie müsse zwar derzeit noch den Hefeteig bewachen, wolle danach aber gern einmal wieder in den Waldpark Falkenstein in Hamburg/Rissen. Zunächst möge man dort bitte mit ihr durch den Wald und dann an den Strand spazieren und den Ball, den möge man bitte auch nicht vergessen.

Na wenn das so ist, dann machen wir das, gehen wir im Waldpark Falkenstein spazieren.

Den Waldpark Falkenstein erreicht man gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Mit der S-Bahn fährt man bis zur Haltestelle Blankenese, steigt dort in den Bus der Linie 286 und fährt bis zu Haltestelle Falkenstein. Die Linie 286 fährt auch von den S-Bahnstationen Rissen oder Othmarschen aus.

Wer mit dem PKW anreisen möchte, biegt von der Blankeneser Landstraße links in die Kösterbergstraße ein. Der Parkplatz befindet sich an der Buswende an der Kreuzung Falkenstein/In de Bargen. An den Wochenenden ist dort aber nur schwer ein Parkplatz zu finden.

Vom Parkplatz aus nehmt ihr den rechten Weg in den Waldpark Falkenstein hinein. Nehmt nicht die Straße, die links vom Parkplatz aus direkt zur Elbe hinunterführt, es sei denn, ihr wollt gleich zum Strand.

Ihr folgt dem Waldweg mal aufwärts, mal abwärts immer auf dem oberen der vielen Wege. Genießt die Blicke über die Elbe auf die Insel Neßsand, lasst alle Abzweigungen nach rechts links liegen, lasst Bello auf den Hängen Stöckchen jagen und gelangt so nach ca. einer halben Stunde hinunter zur Straße Falkensteiner Ufer.



Nehmt nicht die erste Treppe die vom Waldweg aus links zur Straße hinabführt, sondern geht noch ein Stück auf dem Waldweg. Sobald dieser fast die Straße erreicht, geht zu ihr hinuter und spaziert gleich gegenüber an der Gabelung auf dem linken Weg weiter. Folgt dieser Straße stadtauswärts bis zu einem großen Parkplatz.
 
Vom Parkplatz aus geht es nach links an den Strand. Der Strand ist ein wahres Paradies für Hunde. Wüsste ich es nicht besser, ich würde bei jedem Besuch wieder davon ausgehen, dass ich in einem Robinson-Club für Fellnasen gelandet bin. Bei Ebbe kann Bello ganz vorzüglich durch das Sandwatt toben, bei Flut in der Elbe planschen. Immer wird der Kläffer hier Kumpels treffen und glücklich sein. Emma liebt den Strand und Frauchen hat ein klein wenig das Gefühl, am Nordseestrand zu sein.






Am Strand geht ihr nicht Richtung Leuchtturm, sondern nach links Richtung Blankenese und erreicht nach weiteren zwanzig Minuten die beiden Wasserrückhaltebecken des alten, 1859 erbauten Altonaer Wasserwerkes. Auf dem nahegelegenen Baursberg befand sich das erste Absetzbecken zur Filterung des Elbwassers. 1896 wurden dann diese Vorklärbecken am Falkensteiner Ufer errichtet. Die Anlage arbeitete als erste ihrer Art in Deutschland mit Sandfiltern, womit es gelang, Altona vor der großen Choleraepidemie im Jahr 1892 zu verschonen. Das östliche Becken wurde 2010 zur Elbe hin geöffnet. So entstand neuer Lebensraum für zahlreiche Jungfische, Kröten und anderes Getier.

Ihr steht nun auf der Straße und könnt ihr entweder weiter geradeaus folgen und hinter den Wasserbecken links eine recht häufig befahrene Straße hinauf zum Ausgangspunkt der Wanderung gehen. Ich gehe jedoch lieber die Straße ein Stück zurück und folge dem Wegweiser "Falkenstein" hangaufwärts. Über einige Stufen führt ein Weg zwischen zwei Häusern zu einer schmalen Asphaltstraße, der man nach rechts weiter den Hang hinauf zum Ausgangspunkt folgt.

Den Rundweg schaffen Mensch und Hund - ohne Pausen - in 90 Minuten. Wir haben heute dank ausführlichem Ballspiels zwei Stunden gebraucht und waren froh, als wir wieder am Auto waren. War wirklich frisch. Über die Elbchaussee ging es zurück nach Hause zu den wunderbar weichen Puddingschnecken, die am Vormittag in der Feldküche gebacken worden waren.

Da wir euch diese leckere Ferkelei nich vorenthalten wollen, öffnen wir die Feldküche. Heute gibt es

Puddingschnecken



Was man braucht

Für den Hefeteig

125 ml Milch
100 gr Butter
500 gr. Weizenmehl
1 Würfel Hefe
100 gr Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eier

Für die Füllung

2 Packungen Vanillepudding
80 gr. Zucker
750 ml Milch
100 gr Rosinen

2 EL Aprikosenmarmelade
1 EL Wasser

Wie man es macht

Milch für den Teig erhitzen. Die Hefe in einer Mischung aus einem Teelöffel Zucker, einem Esslöffel Mehl und vier Esslöffeln Milch auflösen. Diesen Vorteig abgedeckt 10 Minuten an einem warmen Ort - z.B. auf der Heizung - gehen und von einem Hund bewachen lassen.



In dieser Zeit die Butter in der restlichen Milch schmelzen lassen.

Mehl in eine Schüssel geben. In die Mitte eine Mulde drücken und dort den Vorteig hineingeben. Zucker, Vanillezucker, Salz, Eier und die Milch-Butter-Mischung dazugeben und alles in 5 Minuten mit dem Mixer (Knethaken) zu einem glatten Teig verrühren, abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen bis sich der Teig verdoppelt hat.

Während der Teig geht, könnt ihr den Pudding nach Packungsanleitung zubereiten, Rosinen unterheben und erkalten lassen. Wer keine Rosinen mag, läßt sie weg.

Teig aus der Schüssel nehmen, kurz durchkneten und auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck ausrollen. Mit dem Pudding bestreichen und von der kurzen Seite her aufrollen. In 9 Scheiben schneiden und diese mit der Schnittfläche nach oben in eine mit Backpapier ausgelegte Auflaufform legen.

Schnecken noch einmal gehen lassen bis sie sich sichtbar vergrößert haben.

Ofen auf 180°C vorheizen und die Schnecken darin auf der mittleren Schiene 35 Minuten backen bis sie goldgelb sind.

Aprikosenmarmelade mit dem Wasser verrühren und die Schnecken damit bestreichen.




 Lasst es euch schmecken und geht entspannt in die neue Woche!


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